Evangelische Kirchengemeinde Rötteln

Renovierung 2004/2005
 

 

September 2004: Beginn der Renovierungsarbeiten

 

Das Gerüst wird aufgebaut

 

Der Orgelschmuck wird abgebaut und das Instrument abgeklebt.

 
9. September: Die Bänke auf der Kanzelseite sind abgebaut...
... die Gasheizung und die Bodenplatten im Altarraum wurden entfernt.
 
 

 Montag, 13. September: Am Freitag den 10. ist beim Versuch einen Leitungsschacht zu legen ...

...ein Gewölbe eingestürzt.

Es liegt vor der ersten Bankreihe auf der Kanzelseite. 
Blickrichtung Altar

Blickrichtung Kanzel

Blickrichtung Taufstein

Ortstermin am 15.9.04 Herr Jenisch vom Denkmalschutz und der Leiter des Projekts Herr Kleis.
 

Und das schrieb Wolfgang Göckel im OV vom 17. September 2004:

Rätselhafte Grabkammer entdeckt

Pfarrer Demuth vermutet eine Gruft aus dem Mittelalter unter dem Altarraum

Lörrach (wg). Auf eine rätselhafte alte Grabkammer stießen Arbeiter bei der Sanierung der Kirche Rötteln. Als Handwerker vor wenigen Tagen vor dem Altar und quer zum Kirchenschiff einen Heizungskanal ausheben wollten, brach unter ihnen ein Gewölbe ein. Durch das Loch lässt sich in eine etwa 2,50 Meter lange und 1,50 Meter breite Gruft blicken. Sie ist heute kaum 1,30 Meter hoch; zuoberst liegen heruntergebrochene Steine, unter ihnen vermutlich Reste von Bestattungen.

Dass wichtige Persönlichkeiten einst im Kirchenraum, oft nahe beim Alter zu Grabe getragen wurden - Pfarrer, Adel, Dienstmänner der Fürsten - ist nicht ungewöhnlich. Die Kammern wurden oft mit beschrifteten Grabplatten abgedeckt. Ob das auch bei dieser Kammer in Rötteln der Fall war, ist heute nicht mehr zu sagen. Über diese Kammer ist auch in einem Bericht aus dem Jahr 1783 nichts notiert, als Pfarrer Friedrich Ferdinand Hitzig mit Helfern die Fürstengruft öffnete und nach weiteren Grablegungen schaute.

Bertram Jenisch vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg datiert den Bau der Gruft in das 17. oder 18. Jahrhundert. Das schließt er aus dem mit handgefertigten Backsteinen gemauerten Gewölbe. Pfarrer Demuth hört Jenischs Einschätzung allerdings mit Skepsis. Er vermutet, dass die Gruft wesentlich älter ist und noch zur alten Kirche gehört, an deren Stelle Markgraf Rudolf III. im Jahr 1401 eine neue bauen ließ.

Bertram Jenisch vereinbarte mit Bauleiter Kleis, dass über das Gewölbe eine Platte gelegt und der Fund somit gesichert bleibt. Näher geforscht wird nicht.

Vor drei Jahren bereits wollte das Land Baden-Württemberg seine Kirche in Rötteln zur Baustelle machen. Doch Schäden an anderen Kirchen waren noch zuvor zu beheben.

Jetzt aber ist in Rötteln begonnen, 450 000 Euro stehen bereit: Statt der Gaseinzelöfen wird eine moderne Umluftheizung eingebaut, die marode Elektroinstallation wird erneuert; Restaurator und Maler renovieren die Kirche innen komplett und beginnen in der Grab- und der Turmkapelle.

Über Weihnachten - dann läuft die neue Heizung - kann Pfarrer Joachim Demuth erstmals wieder Gottesdienste abhalten.

"Danach müssen wir nochmals bis April oder Mai für die weitere Restaurierung schließen", erklärt Bauleiter Bernhard Kleis vom Staatlichen Vermögens- und Hochbauamt. Bis zur Fertigstellung kommt die Kirchengemeinde in den Gemeindehäusern Tumringen und Haagen zusammen.

 
Das Loch ist wieder verschlossen
 

   
Die große Grabplatte bedeckte ehemals die Gruft

Sie zeigt das "alte" Röttler Wappen

 

Vor dem Aufgang zur Empore...

...wurde eine Grube ausgehoben.

 

Auch in der Sakristei hat sich einiges getan....
 
Am 30. September zeigt der Haupteingang einen ungewöhnlichen Anblick: Die Türe wurde zur Renovierung in die Schreinerwerkstatt gebracht.
 
Insgesamt 3 Heizungsgeräte wurden im Boden eingebaut:


Beim Taufbecken

 

Vor dem Aufgang zur Empore
 

Im Seitenschiff


Dicke Leitungsstränge durchziehen die Kirche.
(Dunkel markiert: Die wieder abgedeckte Gruft)

 

September 2004:
Beginn der Renovierungsarbeiten
 

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